Farbratten – dämmerungsaktiv, intelligente und reinliche Haustiere

Farbratte Ratten im Allgemeinen haben bekanntlich nicht den besten Ruf. Farbratten allerdings sind nicht mit den üblichen Ratten vergleichbar. Diese kleinen Haustiere sind reinlich, fressen keinen Müll und übertragen auch keine Krankheiten. Stattdessen sind sie die idealen Haustiere für Kinder und auch Erwachsene, die tagsüber arbeiten. Die Tiere haben ihren eigenen Charakter und sind verkuschelt oder etwas zurückhaltender, am liebsten jedoch in Gesellschaft anderer Farbratten. Mehr darüber liest du hier.
Besonderheiten
  • ideale Haustiere für Kinder und Erwachsene
  • nacht- bzw. dämmerungsaktiv
  • nicht schmutzig oder stinkend
  • keine Krankheitsüberträger
  • werden in Gruppen gehalten

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Farbratten – niedliche Haustiere mit zahlreichen Facetten und Farben

Die kleinen Ratten, die nicht nur sehr reinlich, intelligent und verkuschelt sind, verfügen außerdem über einen ausgeprägten Spieltrieb. Rein farblich lassen sich die kleinen Nager in zwei Gruppen einteilen.

NagerFärbung
Agouti
  • Agouti/Wildfarben (Hellbraun, Dunkelbraun, Rotbraun)
  • Topaz (helles Agouti, kräftiges Orange)
Non-Agoutis
  • Black (schwarzes Fell, schwarze Augen)
  • Mink (helles oder dunkelbraunes Fell, schwarze Augen)
  • Buff (beiges Fell, dunkelrote Augen)
  • Champagner (hell-beiges Fell, pinke oder rosafarbene Augen)
  • Pearl (helles silberfarbenes Fell, schwarze Augen)
  • English/Russian Blue (gräulich oder bläuliches Fell, schwarze Augen)
Keine Farbpigmente
  • Albino (reines, weißes Fell, pinke Augen)

In Sachen Charakter und Verhalten, kannst du generell davon ausgehen, dass deine Ratte glücklich ist, wenn sie deine Hand leckt, Hacken schlägt und Luftsprünge macht. Auch neugierig sind die kleinen Nager, daher stellen sie sich gerne auf ihre Hinterfüße und schauen sich in ihrer Umgebung um – vielleicht gibt es ja ein Leckerchen oder ein paar Streicheleinheiten.

Wenn deine Ratte allerdings am Käfiggitter knabbert oder (ohne Futter) mit den Zähnen knirscht, geht es ihr sehr wahrscheinlich nicht gut. Vielleicht hat sie Schmerzen? Dann solltest du unbedingt einen Tierarzt aufsuchen. Vielleicht gefällt ihr aber auch der Käfig nicht oder ihr ist schlichtweg langweilig. Wenn dein Tier beim Hochheben ganz steif wird, ist das für dich ebenfalls ein Signal, dass es sich unwohl fühlt und nicht zur Sorte der Kuschelratten zählt.

Die kleinen Nager haben leider nur eine sehr geringe Lebenserwartung, die bei etwa 1,5 bis zu drei Jahren liegt. Im Durchschnitt werden Farbratten circa zwei Jahre alt. Wenn deine Ratte ab etwa 1,5 Jahren ruhiger wird und mehr schläft, ist das ein Zeichen für den Alterungsprozess. Wenn die Ratte noch weiter in die Jahre kommt, fällt ihr irgendwann auch das Klettern und Laufen schwer und du bemerkst, dass sie an Gewicht verliert. Baue in diesem Fall den Käfig altersgerecht um und sorge für eine altersgerechte Ernährung.

Farbratten – habe ich genügend Zeit für dieses Haustier?

Obwohl es sich bei einer Farbratte nur um ein kleines Haustier handelt, so solltest du allerdings nicht unterschätzen, dass auch diese Tiere

  • Beschäftigung
  • Liebe
  • Pflege
  • Aufmerksamkeit
  • Fürsorge

brauchen. Dazu kommt, dass du dir nicht nur eine Farbratte, sondern mindestens ein Trio zulegen solltest. So können sich die Tiere auch untereinander beschäftigen, sind nicht alleine und führen ein abwechslungsreiches und schönes Leben.

Generell sollte sich ein Tierbesitzer möglichst viel mit seinem Haustier beschäftigen – so ist es auch bei Farbratten. Allerdings kann auch niemand erwarten, dass du mit Arbeit, Kindern, Hobbys und Co. täglich drei bis vier Stunden Zeit hast, um sich mit deinen Farbratten zu beschäftigen. Dennoch: Wünschenswert ist es trotzdem, so viel Zeit wie möglich für die Tiere zu erübrigen.

Merke: Pro Tag solltest du mindestens eine halbe bis ganze Stunde Zeit haben, dich mit deinen Farbratten zu beschäftigen und ihnen vor allem Auslauf zu gewähren.

Dazu kommt, dass dein Käfig ca. einmal wöchentlich gereinigt werden muss. Hierfür benötigst du ca. eine halbe bis ganze Stunde Zeit. Mit Hanfmatten geht es schneller, Einstreu dauert etwas länger.

Passen Farbratten überhaupt zu mir?

Das zweite, wichtige Thema ist nicht die Zeit, sondern die generelle Frage, ob Farbratten als Haustier überhaupt zu dir passen. Jeder Mensch ist anders und so gibt Menschen, die Katzen, Hunde, Pferde und viele andere Tiere lieben. Du solltest daher wissen, auf welches Tier du dich einlässt und welche Eigenschaften Farbratten besitzen. Auf diese Weise kannst du überblicken, ob du überhaupt zum Tier passt bzw. das Tier zu dir.

  • Uhrzeit: Bei Farbratten handelt es sich um nachtaktive bzw. zumindest dämmerungsaktive Tiere. Wenn du also tagsüber den ganzen Tag zu Hause bist und abends früh schläfst, sind Farbratten für dich nicht gut geeignet. Für ältere Kinder und Erwachsene, die tagsüber arbeiten und abends zu Hause sind, stellen diese Haustiere aber die perfekten Begleiter dar. Wundere dich aber auch nicht, wenn sich deine Ratten deinem eigenen Rhythmus anpassen. Sie wissen schließlich, dass morgens der „Futterspender“ am Käfig vorbeikommt und stehen teilweise zur gleichen Uhrzeit auf wie du.
  • Hygiene: Obwohl Ratten keinen guten Ruf haben, so sind Farbratten alles andere als schmutzig. Ganz im Gegenteil. Es handelt sich um sehr reinliche Tiere, die auch selbst für Hygiene sorgen. Allerdings bist du für die Pflege des Käfigs verantwortlich. Wenn also der Käfig unangenehm riecht, ist es deine Pflicht, diesen zu reinigen und für einen besseren Geruch zu sorgen. Natürlich haben auch Farbratten einen gewissen Eigengeruch, wie es auch bei Hunden oder Pferden der Fall ist. Männchen riechen dabei etwas stärker als Weibchen.
  • Gesellschaft: Wenn du nicht bereit bist, mindestens drei Farbratten gleichzeitig zu halten, solltest du lieber ein anderes Haustier wählen. Diese Ratten brauchen unbedingt Gesellschaft – du alleine reichst nicht aus. Halte Farbratten daher bitte nur als Gruppe!
  • Zeit: Wie bereits erwähnt musst du für jedes Haustier ein gewisses Maß an Zeit erübrigen. Auch Farbratten wollen Aufmerksamkeit, Pflege und Auslauf – selbst, wenn es sich um sehr kleine Haustiere handelt. Beschäftige dich täglich mindestens eine Stunde mit deinen Tieren, indem du mit ihnen spielst, sie streichelst (wenn sie es mögen) und ihnen Auslauf gewährst. Generell liegt es in deiner Pflicht, für das passende Spielzeug und entsprechendes Futter zu sorgen und den Tieren zudem etwas Freiraum zu lassen, wenn sie sich eigenständig entscheiden, ihren Käfig ein wenig umräumen zu wollen.
  • Nähe: Zwar ist es immer schön, mit einem Haustier zu kuscheln, aber wie auch bei Katzen und anderen Tieren, so haben auch Farbratten ihren ganz eigenen Charakter. Das bedeutet, dass es zwar sehr zahme, verkuschelte und anhängliche Ratten gibt, die keine Angst haben. Es gibt aber auch viele Exemplare, die sehr scheu sind, sich erst an dich gewöhnen müssen oder generell nicht dazu neigen, viel kuscheln zu wollen. Das solltest du akzeptieren, denn du kannst es vorher nicht planen, welches Tier du dir anschaffen wirst!

Wie teuer ist die Anschaffung von Farbratten?

Da du dir nicht eine Farbratte alleine zulegen solltest und auch der Käfig entsprechend ausgestattet sein muss, stellt sich natürlich die Frage, wie viel Geld du für dieses neue Haustier in die Hand nehmen musst. Nachfolgend listen wir dir die gängigsten Kosten auf, um dir einen Gesamt-Überblick zu bieten.

AnschaffungKosten
FarbrattenEine Farbratte alleine kostet je nach Verkäufer zwischen acht bis 20 Euro. Anstatt im Handel, solltest du dagegen allerdings im Tierheim vorbeischauen – auch hier werden häufig Farbratten angeboten, die keinen Besitzer haben. Kostenlos kommst du hier allerdings auch nicht zurecht, denn Tierheime verlangen in der Regel eine sogenannte Schutzgebühr, die bei ca. fünf bis zehn Euro liegt. Plane also im Durchschnitt ca. 15 Euro pro Farbratte ein und schaffe dir mindestens drei dieser geselligen Tiere an.

Gesamt (einmalig):

  • mindestens ca. 15 Euro
  • maximal ca. 60 Euro
  • durchschnittlich: ca. 37,50 Euro
KäfigDeine Tiere brauchen einen artgerechten Unterschlupf. Ganz klassisch kann das entweder ein Käfig sein, aber auch Voliere werden für Farbratten häufig eingesetzt. Auf ein Terrarium solltest du für Farbratten allerdings verzichten, da die Tiere in diesem Fall nicht klettern können bzw. voll und ganz nur auf die Einrichtung angewiesen wären. Auch die Luftzirkulation wäre in einem Terrarium nicht gut genug. Ein guter Käfig ohne Einrichtung liegt preislich bei etwa 100 bis ca. 250 Euro.

Gesamt (einmalig):

  • mindestens ca. 100 Euro
  • maximal ca. 250 Euro
  • durchschnittlich: ca. 175 Euro
EinrichtungDamit sich deine Farbratten auch wohlfühlen, brauchen sie eine abwechslungsreiche Einrichtung für ihren Käfig. Es gibt viele verschiedene Utensilien, die du dir anschaffen kannst, unter anderem ein kuscheliges Schlafnest, Weidebrücken, Hängematten und vieles mehr. Plane hierfür in etwa noch mal ca. 30 Euro ein.

Gesamt (einmalig): ca. 30 Euro (mehr ist jederzeit möglich)

StreuZum Wohlfühlen gehört in einen Käfig auch etwas Einstreu, alternativ sind auch Hanfmatten für Farbratten in Ordnung. Monatlich gibst du hierfür ca. zehn bis 20 Euro aus.

Gesamt (monatlich):

  • mindestens ca. 10 Euro
  • maximal ca. 20 Euro
  • durchschnittlich: ca. 15 Euro
FutterWer Haustiere besitzt, muss sich auch um das passende Futter kümmern. Da es sich um sehr kleine Tiere handelt, brauchst du keine Unmengen Futter und musst auch monatlich nicht so viel ausgeben. Plane etwa ebenfalls zehn bis 20 Euro für Trocken- und auch Frischfutter ein.

Gesamt (monatlich):

  • mindestens ca. 10 Euro
  • maximal ca. 20 Euro
  • durchschnittlich: ca. 15 Euro
TierarztVon Zeit zu Zeit muss jedes Haustier beim Tierarzt vorbeischauen, um sich untersuchen zu lassen. Eine einfache Untersuchung, die in regelmäßigen Abständen nötig ist, kostet für Farbratten ca. 30 Euro. Wenn dein Tier allerdings krank ist und eine Operation benötigt, wird es schnell teurer. Allerdings sind diese Kosten nicht mit größeren Haustieren zu vergleichen, da sie dennoch „nur“ bei ca. 50 bis 150 Euro liegen.

Gesamt (jährlich):

  • ab ca. 30 Euro
  • für Krankheiten und Operationen mehr
Zusammenfassung: Für drei Farbratten solltest du im Durchschnitt 37,50 Euro einplanen, für den Käfig und die Einrichtung kommen noch mal durchschnittlich 205 Euro dazu, macht ca. 242,50 Euro. Wichtig ist allerdings, dass die Anschaffung und Vorbereitung auch deutlich teurer sein kann, je nachdem, wo du deine Tiere und das Zubehör erwirbst. Monatlich solltest du für Streu und Futter etwa 30 Euro im Durchschnitt bereithalten. Plane zudem einige Reserven für den Tierarzt, der sowohl jährlich, aber auch im Notfall fällig wird.

Hast du alles? Die perfekte Vorbereitung für die Anschaffung von Farbratten

Du hast dich entschieden? Farbratten ziehen bald bei dir ein und du hast schon alles vorbereitet? Dann bieten wir dir nachfolgend noch eine praktische Checkliste, mit der du überprüfen kannst, ob du auch wirklich startklar bist.

  • Käfig
  • Hanfmatten (oder Einstreu)
  • Zubehör (Häuser, Spielsachen etc.)
  • Futternapf
  • Wassernapf (und/oder Nippeltränke)
  • Futter (Trocken- oder Nassfutter)

Kaufberatung – Zubehör für Farbratten

Sich einfach das erstbeste Zubehör im Shop um die Ecke zuzulegen, ist zwar eine Möglichkeit, doch wirklich glücklich wirst du dann vermutlich nicht. Besser ist es, die angebotenen Zubehör-Teile im Internet zu vergleichen und ganz in Ruhe eine durchdachte Entscheidung zu treffen. Dabei hilft dir auch diese Seite, denn wir bieten dir passende Tipps, worauf es beim Kauf einzelner Zubehör-Teile wirklich ankommt.

Der Käfig für Farbratten

Los geht es mit dem Rattenkäfig, der perfekt auf die Bedürfnisse deiner Nager zugeschnitten sein sollte. Natürlich brauchst du hierfür keine Spezialanfertigung, doch das Billigste solltest du trotzdem nicht kaufen. Es gibt viele Punkte, die bei einem Käfig für Farbratten passen sollte:

  • einfache und unkomplizierte Reinigung
  • komfortables Erreichen aller Ecken
  • keine unnötigen Ritzen und Rillen
  • robuste Lackierung am Gitter
  • viel Platz und damit entsprechend groß
  • möglichst wenig Kunststoff
  • verschiedene Ebenen
  • Leitern aus unbehandeltem Holz
  • Näpfe aus Metall
  • Näpfe von außen zu befüllen
  • einfache Reinigung der Näpfe
  • große Öffnung(en)
  • Boden als Schublade mit Hanfmatten
  • Rollen an der Unterseite
  • Abstand der Gitterstäbe maximal 1,5 cm (besser 1 cm)
Zusammenfassung: Am besten ist ein XXL-Käfig für Farbratten, der komplett aus Metall und ohne Kunststoff gefertigt wurde. Der Aufbau besteht aus mehreren Ebene, die mit Naturholz-Leitern verbunden sind. Bei den Näpfen solltest du ebenfalls auf Metall setzen, zudem ist es wichtig, dass sie sich von außen befüllen lassen. Für das Wasser eignet sich natürlich eine Nippeltränke, besser ist jedoch ein eigener Wassernapf, der sich besser und leichter reinigen lässt. Gut geeignet ist zudem ein Käfig, deren Boden als Schublade gestaltet ist, die zusätzlich mit einem Gitter versehen wurde. Hier kannst du Hanfmatten verwenden, damit kein Streu danebenfällt und die Tiere bequem laufen können.

Eine ideale Größe für einen Rattenkäfig gibt es natürlich nicht. Tendenziell neigen Hersteller dazu, eine etwas zu „optimistischere“ Angabe zu machen, wenn es um ihre Käfige geht. Nachfolgend eine kleine Übersicht, wie viel Liter Volumen eines Käfigs für welche Anzahl an Farbratten – unserer Meinung nach – geeignet ist.

  • für 3 Farbratten -> mindestens 320 Liter Volumen
  • für 4-5 Farbratten -> mindestens 500 Liter Volumen
  • für 6-8 Farbratten -> mindestens 600 Liter Volumen
  • für 9-15 Farbratten -> mindestens 900 Liter Volumen

Es gibt in einer Wohnung oder in einem Haus viele Möglichkeiten, einen Rattenkäfig unterzubringen. Da die Tiere nachtaktiv sind, sollte der Käfig allerdings nicht im Schlafzimmer stehen. Achte außerdem darauf, dass elektrische Geräte (z.B. Fernseher oder Musikanlagen) aufgrund der Lautstärke mindestens zwei Meter entfernt stehen. Auch Zugluft sollte vermieden werden. Halte die empfindlichen Tiere auch nicht draußen, da sie im Bestfall eine konstante Temperatur von 18 bis 21 Grad und eine geregelte Luftfeuchtigkeit von 50 bis 70 Prozent benötigen. Raumdüfte, Zigaretten und Räucherstäbchen sind im Raum der Farbratten ebenfalls tabu. Im Sommer sollte der Käfig niemals der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein, damit deine Tiere nicht überhitzen.

Die Unterlage – Hanfmatten oder Einstreu

Besonders beliebt ist für Farbratten einfaches Einstreu. Besser geeignet sind jedoch unserer Meinung nach Hanfmatten, die auch als Nager-Teppich bezeichnet werden. Diese Matten weisen einige Vorteile auf:

  • sehr weich
  • saugen Urin vollständig auf
  • speichern Urin
  • kein Staub
  • sehr gesund für Farbratten
  • keine Geruchsentwicklung
  • lassen sich einfach zuschneiden
  • perfekte Abdeckung für Käfig-Boden
  • sehr praktische und einfache Reinigung
  • sehr lange Haltbarkeit
Merke: Hanfmatten sind teurer als Streu, keine Frage. Doch diesen kleinen Luxus solltest du dir gönnen. Einerseits sind die Matten besser für deine Tiere geeignet, aber vor allem die sehr einfache Pflege und die fehlende Geruchsentwicklung sind die größten Vorteile, auf die du nicht verzichten solltest.

Das Käfig-Zubehör für Farbratten

Der Käfig steht und auch die Hanfmatten (oder das Streu) sind einsatzbereit. Nun brauchst du weiteres Zubehör, um den Käfig für deine Farbratten so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten. Die Angebote reichen von kuscheligen Häusern über Hängematten bis hin zu kleinen Brücken.

  • Hängematten
  • Treppen
  • Häuser
  • Tunnel
  • Röhren
  • Brücken
  • Höhlen
  • Betten
  • Säcke
  • Nester
  • Leitern
  • Weinreben
  • Laufräder
  • Bälle
  • Spielzeuge
  • Netze
Kleiner Tipp: Du musst natürlich nicht alles kaufen, um deinen Lieblingen Abwechslung zu bieten. Auch Küchenrolle wird beispielsweise sehr gerne verwendet, um es in kleinen Häusern mit Futter zu verstauen und damit die Spiel- und Suchfreude deiner Ratten zu wecken. Dennoch ersetzen diese Kleinigkeiten nicht das grundlegende Zubehör, das in einem Käfig vorhanden sein sollte.

Achte darauf, dass vor allem Spielsachen keine gefährlichen Materialien und keine gefährlichen Formen besitzen. Verzichte auf Weichplastik, Hamsterwolle, behandeltes Holz, bedrucktes Papier und feine Stoffe. Auch bei den Behausungen ist Vorsicht geboten. Diese sollten nicht zu klein und nicht nur mit einem Eingang versehen sein. Auch die Laufräder, Fressnäpfe, Wassernäpfe sollten entsprechend groß sein. Verzichte am besten komplett auf Joggingbälle und Röhren sollten zudem nicht durchsichtig sein, denn sonst kann sich deine Ratte nicht zurückziehen.

Futternäpfe und Wassernäpfe für Farbratten

Wer ein Haustier hat, braucht natürlich auch die passende Möglichkeit, das Tier zu füttern und Wasser bereitzustellen. Bei Farbratten ist das nicht anders, allerdings gibt es hier verschiedene Möglichkeiten.

Für die Nahrung

Ein Futternapf sollte möglichst robust sein, denn bei einer Futterratte handelt es sich nicht umsonst um einen Nager. Kunststoff für einen Napf ist daher absolut unpassend! Nicht nur die Tatsache, dass die Näpfe schnell zerstört sind, so können sich die Kleinen leider auch schnell verletzen oder Teile des Kunststoffs verschlucken. Gut geeignet ist dagegen ein Futternapf aus Edelstahl oder aus Keramik. Da du nicht nur eine, sondern mindestens drei Futterratten hältst, muss der Napf auch entsprechend groß ausfallen, um Streitereien untereinander zu vermeiden.

Unsere Empfehlung: Ein Napf aus Keramik ist unserer Meinung nach am besten für Futterratten geeignet. Der Napf ist stabil und widerstandsfähig, steht aufgrund seines Gewichts sehr fest (im Gegensatz zu Kunststoff und auch Edelstahl) und lässt sich außerdem leicht reinigen (auch in der Spülmaschine). Es werden außerdem keine Schadstoffe abgegeben, wie es bei Kunststoff der Fall sein kann.

Für das Wasser

Beim Wasser hast du die Wahl, ob du ein Wassernapf oder eine Nippeltränke verwenden möchtest. Pro Tag braucht eine einzelne Ratte ca. 35 ml Wasser – nicht viel, weswegen sich vor allem die Tränken großer Beliebtheit erfreuen. Beachte allerdings, dass du einen Napf deutlich einfacher reinigen und häufiger frisches Wasser bereitstellen kannst. Zudem haben Näpfe den Vorteil, dass die Trink-Position für deine Tiere besser geeignet ist als bei einer Nippeltränke.

Gut geeignet ist es auch, den Tieren beide Möglichkeiten anzubieten. Achte allerdings immer darauf, dass im Napf ausreichend frisches Wasser zur Verfügung steht und die Nippeltränke regelmäßig gereinigt wird. So kannst du der Bildung von Algen und Bakterien vorbeugen.

Kleiner Tipp: Obwohl ein Wassernapf schneller verschmutzt und du ihn auch häufiger wechseln wirst, gibt es einen klaren Vorteil. Deine Tiere können sich in dem Napf auch waschen und werden dieses „Angebot“ wahrscheinlich sehr gerne annehmen. Gerade frisches und eher lauwarmes Wasser ist ideal, um den Tieren auch diese Möglichkeit zu bieten.

Das Futter – worauf es beim Trockenfutter wirklich ankommt

Jedes Tier braucht Nahrung! Sorge also auch für deine Farbratten dafür, qualitativ hochwertiges Trocken- und/oder Nassfutter einzusetzen. Es kommt beim Futter einerseits auf die Zusammensetzung, aber andererseits auch auf den Geschmack der Ratten an. Wie jedes Tier und jeder Mensch, so haben auch Ratten unterschiedliche Geschmäcker.

Du solltest dich also darauf einstellen, das ein oder andere Futter zu testen, ehe du bei einer guten und „gewünschten“ Sorte oder Marke hängenbleibst. Generell ist dieses Alleinfutter (nass oder trocken) durchaus ausreichend. Plane allerdings trotzdem zusätzlich ein abwechslungsreiches Frischfutter ein, um deinen Ratten eine Freude zu bereiten.

Worauf es bei einem guten Trockenfutter für Farbratten ankommt:

  • viele Sorten Getreide
  • mit getrockneten Früchten und Gemüse
  • mit Kräutern und Kleinsämereien
  • inklusive einiger Proteine
  • wenig Weizen
  • möglichst wenige Pellets
  • kein Zucker

Beliebte Marken für Trockenfutter:

  • Tima
  • JR-Farm
  • Shorty
  • MultiFit
  • Bunny
  • Mixerama
  • Vilmie
  • Supreme Science
  • Versele Laga

Wissenswertes über Farbratten

Nachfolgend möchten wir dir noch einige Fragen beantworten, die du dir möglicherweise stellst. Dabei geht es unter anderem um Krankheiten, Ernährung und das passende Geschlecht für deine Ratten-Wahl.

Können Farbratten Krankheiten übertragen?

Ratten sind äußerst reinlich. Wenn Sie nicht mit Fressen, Spielen oder Schlafen beschäftigt sind, verbringen sie ihre Zeit mit dem Putzen. Sie sind zudem keine „fiesen Krankheitsüberträger“, wie gerne behauptet wird. Dennoch gibt es natürlich, wie bei jedem anderen Tier auch, Krankheiten, die vom Tier zum Menschen übertragen werden können. Möglich sind unter anderem Viren (z.B. Kuhpocken) und Bakterien (z.B. Rattenbissfieber). Aber auch die Farbratte selbst kann sich durch dich anstecken, beispielsweise mit Parasiten und Pilzen, in diesem Fall kommt es meistens zur Ring- oder Glanzflechte, die den ganzen Körper der Ratte befallen kann. Wichtig ist, dass die Gefahr einer Übertragung grundlegend sehr gering ist, wenn du deine Farbratten nicht nach draußen lässt und den Käfig stets sauber hältst.

Was fressen Farbratten überhaupt?

Grundlegend sind Ratten Allesfresser und würden auch alles probieren, was du ihnen vorsetzt. Es gibt allerdings einige Nahrungsmittel, die du unter keinen Umständen füttern solltest, da im schlimmsten Fall Lebensgefahr für die Tiere besteht. Verzichte daher auf

  • importierte Früchte (im besten Fall auf Zitrusfrüchte, Avocado, Kaki, Physalis, Kumquat und Litschi verzichten)
  • Kohlsorten (Kohlrabi, Rotkohl, Rosenkohl, Chinakohl, Blumenkohl und Brokkoli)
  • rohe Lebensmittel (unter anderem rohe Kartoffeln, Fleisch, Fisch, Aubergine, Erbsen)

Achte darauf, dass deine Tiere sowohl Trockenfutter als auch frisches Gemüse, Obst, einige Kräuter und Keimlinge erhalten, um sich mit Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen einzudecken. Die kleinen Schleckermäuler lieben beispielsweise süßes Obst, Kartoffeln mit viel Stärke, Käse, Quark, fettige Nüsse und am besten noch etwas Schokolade oder ein paar Kekse. Du solltest derartige Leckereien aber eher nur als Belohnung einsetzen oder als kleine Nascherei. Im Alltag ist es wichtig, dass deine Ratten nicht zu dick werden und vor allem leicht bekömmliche Nahrung erhalten.

Angst vor Ratten – beißen Farbratten eigentlich?

Nein, grundlegend ist eine Farbratte nicht böse oder bissig. In der Regel liegt es immer am Verhalten des Menschen, wenn dieser gebissen wird. Ratten verfahren nach dem Motto „Wie du mir, so ich dir“. Aus diesem Grund solltest du keine Signale senden, die eine Bedrohung für die Ratte darstellt, denn in diesem Fall könnte sie beißen. Wenn Ratten Angst haben, flüchten sie beispielsweise an einen für sie sicheren Ort. Wenn du dieses Signal „siehst“, dann respektive ihre Entscheidung und ihre Angst und lasse sie, wo sie ist. Würdest du in diesem Moment dennoch versuchen, die Ratte zu nehmen, könnte sie sich aus Angst beißen. Auch bei Schmerzen kann eine Ratte beißen, wie es auch bei Hunden oder Katzen ist, die in diesem Moment Schmerzen leiden. Wenn du äußerlich keine Verletzungen erkennen kannst, deine Ratte aber bei Berührung schnappt oder gebissen hat, solltest du unbedingt einen Tierarzt aufsuchen.

Welches Geschlecht der Farbratte wählen?

Wie bei jedem Haustier, so hast du auch bei der Farbratte die Wahl, ob es ein Männchen (ein Rattenbock) oder ein Weibchen sein soll. Kurz und knapp lassen sich die Ratten-Damen als lebhaft und die Herren der Schöpfung eher als etwas träge bezeichnen. Dabei ist natürlich jede Ratte anders, aber im Großen und Ganzen passt diese Einteilung ganz gut. Dazu kommt, dass Weibchen in der Regel kleiner als Männchen sind und ihr Fell zudem kürzer und weicher ist. Wer gerne spielt und Action hat, ist mit einer Dame gut bedient. Die Männchen sind dagegen eher ruhig, lieben es kuschelig und bequem. Männchen und auch Weibchen markieren, wenn sie etwas „in Besitz“ nehmen. Bei Weibchen ist dieses Markier-Verhalten weniger stark ausgeprägt und es riecht auch nicht so intensiv. Bei Männchen ließe sich das Verhalten unter Umständen durch eine Kastration unterbinden, allerdings ist das nicht garantiert. Möchtest du deine Farbratte erobern? Dann lege dir ein Weibchen zu. Männchen sind dagegen von Anfang an meistens sehr umgänglich und menschenfreundlich.

Weitere Informationen – Fachbücher zum Thema Farbratten

Du möchtest dich noch weiter informieren? Dann empfehlen wir dir einige Fachbücher, die sich dem Thema Farbratten und Ratten im Allgemeinen annehmen.

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