HALTUNG

Gegen Einzelhaltung von Ratten



Leider bekam ich in letzter Zeit oft Emails von Besuchern meiner Homepage, die mir voller Stolz berichteten, dass sie meine Homepage so toll fänden und sich nun "auch eine Ratte besorgen" wollten. Nein, "eine Ratte" geht garnicht!

Ratten sind sehr soziale Rudeltiere sind, die mindestens einen (gleichgeschlechtlichen) Partner brauchen. Ratten als Einzeltiere zu halten ist schlicht Tierquälerei, darüber sind sich erfahrene Rattenhalter alle einig! Wer nicht bereit ist, mehrere Ratten zu halten, weil er nur ein Tier haben will, der soll es vielleicht lieber einen Hamster halten, die sind nämlich tatsächlich Einzelgänger. Aber auch in diesem Fall gilt natürlich: erst informieren!

Ich habe zu dem Thema eine sehr krasse Meinung, und es ärgert mich immer wieder aufs Neue, dass einige angebliche Rattenfreunde immer noch nicht verstanden haben, dass Ratten niemals als Einzeltiere gehalten werden dürfen. Deshalb versuche ich auf dieser Seite im Klartext und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, zu sagen, was ich davon halte.

 

Warum brauchen Ratten Artgenossen?

Ratten unterhalten sich im Ultraschallbereich, der für das menschliche Ohr nicht hörbar ist. D.h. eine Ratte, die versucht, sich mit seinem Menschen zu auf "rattisch" zu unterhalten, wird niemals eine Antwort bekommen! Ratten sind auch nachts aktiv, der Mensch eben nicht! Ratten brauchen Spielgefährten! Ratten kuscheln miteinander und das 24 Stunden lang am Tag.
 
Ratten kümmern sich auch um alte Rudeltiere.
Ratten putzen sich gegenseitig und betreiben somit gegenseitige Fellpflege.
Ratten lassen sich i.d.R. leicht miteinander vergesellschaften. Man darf aber nicht gleich nach dem ersten Zoff die Flinte ins Korn werfen. Manchmal klappt die Integration neuer Tiere in einer Sekunde, manchmal dauert es halt eine Woche. Auch Ratten müssen sich erst untereinander richtig kennenlernen. Für den unerfahrenen Rattenhalter sehen diese Integrationskämpfe oft sehr böse aus, aber dies sind sie meist nicht.
Ratten spielen miteinander und bubeln gerne miteinander herum.
Selten schläft eine Ratte alleine. Lieber liegen sie übereinander und zusammengequetscht ein einem kleinen Häuschen oder Körbchen.
 
Ratten bringen sich gegenseitig Dinge bei, z.B. wie man am besten aus dem Käfig ausbüchsen kann, wie man sich die Krallen pflegt, wie man sich putzt, wie man aufs Rattenklo geht, dass man keine Angst vor der Menschenhand haben muss, wie man Sonnenblumenkerne und Haselnüsse aufbekommt u.v.m.
Ratten trösten sich gegenseitig bei Trauer, pflegen sich gegenseitig gesund, beschützen sich gegenseitig, kurzum: es sind gesellige und soziale Tiere!
 
Auch wenn das Herrchen ausnahmsweise mal nicht am Wochenende (z.B. wegen Krankheit) mit den Ratten spielen kann, ist das nicht ganz so tragisch, denn die Ratten haben ja genug Spielkameraden und können diese Zeit auch mal ohne Herrchen gut überbrücken.
Jeder Rattenhalter, der eine Ratte für ein paar Tage aus dem Rudel nehmen musste, weil sie z.B. frisch operiert wurde, weiß, wie sehr die ausgeschlossene Ratte leidet! Sie will sofort zurück zu ihren Artgenossen. Allein zu sein ist der reinste Horror! Oft sind die seelischen Schmerzen (durch das Herausnehmen aus dem Rattenrudel) für die Ratte schlimmer als die körperlichen.
Eine Käfigmindestgröße von 80 cm Höhe, 50 cm Tiefe und 70 cm Länge sollte nicht unterschritten werden! Wer einen kleineren Käfig hat sollte sich daher entweder einen größeren besorgen, den vorhandenen Käfig erweiteren oder auf eine Haltung von Ratten verzichten. Anfängern empfehle ich die Haltung von drei Ratten. So hat eine Ratte immer einen Spielkameraden, auch wenn eine andere mal lieber schlafen will. Selbst, wenn der Käfig so groß wäre, dass man darin einen Tiger halten könnte, würden Ratten immer ein gemeinsames Schlupfloch oder Eck finden, wo sie sich zusammenkauern und kuscheln können. Ich habe einen Unidom mit einem sehr großen Eigenbau. Obwohl genug Platz wäre, dass jede Ratte eine Etage für sich selbst hätte, finden sich alle Ratten gemeinsam auf der obersten Ebene im Unidom. Wie kommt es, dass die Ratten lieber zusammengequetscht in einem Häuschen oder in einer Hängematte schlafen, als es sich alleine irgendwo gemütlich zu machen, wo man sich richtig breit machen und austrecken kann? Ratten wollen und brauchen den warmen Körperkontakt von Artgenossen, um glücklich zu sein!
 
Es ist Blödsinn zu behaupten, dass drei Ratten mehr Arbeit verursachen! Absoluter Quatsch! Ob nun eine Ratte oder drei Ratten, der Käfig muss so oder so ein Mal in der Woche gereinigt werden. Ob sich dabei nun 10 Rattenkötel im Klo befinden oder 30 ist doch piepsschnurzegal. Es macht schon einen Unterschied ob ich 3 oder 30 Ratten habe, aber die Haltung von 30 Ratten verlangt ja auch keiner ;-)

 

 

 

Auch dem Herrchen macht es viel mehr Spaß mit einem riesen Haufen Fellkugeln herumzububeln, als mit einem einzigen einsamen Ratz.
Ratten leben in der Natur auch in Rudeln zusammen!

 



Reicht es nicht, wenn ich zwei Ratten halte?

Ich kann die Angst bei Anfängern verstehen, dass man mit mehr als zwei Ratten eventuell überfordert sein könnte. Aber bitte lasst euch sagen, dass diese Angst absolut unbegründet ist!

Ratten sind Rudeltiere, das heißt, sie leben mit mehreren Ratten zusammen und nicht nur mit einem Partner. Eine Partnerhaltung ist daher eher suboptimal.

Die Haltung von drei oder vier Ratten erfordert keinen Mehraufwand an Arbeit, ob nun 2 Ratten ins Klo köteln oder 3 kann dem Halter egal sein.

Wenn ein Partnertier stirbt, ist die andere Ratte alleine. Das bedeutet enormen Stress für sie. Leider sterben Ratten auch mal ganz unerwartet auch mal über Nacht weg. Zuvor war sie quietschfidel, heute tot. Man kann also nicht von der Annahme ausgehen: "Wenn eine der Ratten krank wird, schaue ich mich nach einem neuen Partner um." Nach dieser Schockerfahrung wird die Ratte eventuell neuem unnötigem Stress ausgesetzt, indem sie entweder alleine gehalten wird (bitte tut das nicht!) oder in eine neue Gruppe integriert wird. Letzteres ist natürlich dringend notwendig, auch wenn eine Integration immer Stress für Ratten bedeutet.

Leben Ratten nur zu zweit entsteht schnell Langeweile im Käfig. Was soll die eine Ratte, die gerne spielen will machen, wenn die andere doch gerade lieber schläft?

Es macht viel mehr Spaß mit einem Haufen Fellkugeln auf dem Boden herumzububeln als mit zwei Ratten.


Nun hältst du nur zwei Ratten, es sind deine ersten zwei. Musst du ein schlechtes Gewissen haben? Nein, musst du nicht. Es gibt nichts schlimmeres als Einzelhaltung von Ratten und solange deine Ratten nicht alleine leben müssen, ist das ja schon mal nicht schlecht.

Übe erst den Umgang mit deinen Ratten und wenn du dich sicher darin fühlst und kapiert hast, wie Ratten ticken, ist es sicherlich nicht zu spät ein bis zwei (hoffentlich Notfellchen) bei dir aufzunehmen und zu einem Rudel aufzustocken. Man muss nichts überstürzen!

Ich rate bei der Anschaffung von Ratten Anfängern daher immer, mit drei Tieren zu starten!

 

Falls ihr die Aktion unterstützen wollt, dann klickt auf den Banner, um zum Bannercode zu gelangen:
Oder speichert den Banner ab und hinterlegt einen Backlink auf die Seite:
http://www.rat-nose.de/haltung_einzelhaltung.htm

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Ein Interview mit einer Einzelratte

 

 


Bilder sprechen mehr als tausend Worte. Schaut euch meine niedlichen Rattenbilder an! Auf das wollt ihr verzichten?

Natürlich verursachen mehrere Ratten auch mehr Probleme. Darüber muss man sich schon im Klaren sein! Daher habe ich auf einer anderen Seite
15 schonungslose Gründe, die gegen eine Haltung von Ratten als Haustiere sprechen aufgeführt - zum Wohle der Ratten natürlich.
Leute, die behaupten, eine Ratte in Einzelhaltung zu halten würden einfacher gezähmt werden, liegen absolut falsch! Abgesehen davon beweist diese Aussage mal wieder, dass diese Menschen absolute Egoisten sind. Ihnen ist es völlig egal, ob die Ratte glücklich ist oder nicht. Hauptsache sie selbst haben etwas zum Knuddeln und werden nicht gebissen. Kauft euch doch Stofftiere! Die beißen mit Sicherheit nicht! Die machen auch keinen Dreck ;-) Außerdem würde mich mal interessieren, wie sie das beurteilen können, wenn sie selbst noch nie mehr als eine Ratte hatten! Ratten, die einzeln leben müssen haben Angst. Sie verkriechen sich in ihrem Häuschen, weil sie nicht verstehen, warum sie aus ihrem Rudel gerissen wurden.
Es macht total viel Spaß zuzusehen, wie die kleinen Charakterköpfe mit einander umgehen und wie sie sich verhalten! Da gibt es den Chef im Rudel, den Schüchternen, den Dankbaren, die Zicke, den Faulen, die Verfressenen, die Tapfere, die Mütterliche usw. Was ist denn schon dabei, wenn man eine Hand voll Ratten hat und eine von ihnen ist eben nicht so der Kuschler und eher etwas ängstlich?
Menschen können gut ohne Farbratten leben, aber Farbratten nicht ohne den Menschen und Artgenossen! Leider sind unsere gezüchteten Farbratten auf ein liebes Herrchen angewiesen, das ihnen ein schönes und artgerechtes Zuhause mit vielen Spielkameraden schenkt; ein Herrchen, das zu erst an das Wohlbefinden seiner Ratten denkt und dann an erst an sich.
Würde man einen Menschen als "glücklich" bezeichnen, der abgeschottet von allen anderen Menschen gezwungen wäre, mit nur einem Tier zu leben?




Ratten in Einzelhaltung:

sind verhaltensgestört (hin und her Schaukeln, vernachlässigen Fellpflege, beißen, Fresssucht ...)
verlernen rattisches Verhalten und können oft nur noch schwer in ein Rudel integriert werden. Sie verlieren also ihre sozialen Fähigkeiten gegenüber Artgenossen
sind unglücklich, apathisch und nehmen ihr Leben halt so hin
Hunde, die über Stunden alleine gelassen werden, zeigen ihren Unmut dadurch, dass sie sämtliche Möbel und was ihnen sonst noch in die Quere kommt kaputt machen. Eine einsame Ratte tut dies auch, nur bekommt das der Halter nicht so mit, weil die Ratte eben etwas im Käfig kaput macht und nicht in der Wohnung.
sind gelangweilt, weil sie ihre Triebe nicht ausleben können. Sie können z.B. schlecht ihr Herrchen anrammeln oder seine Ohren putzen. Das lässt allein schon die Anatomie von Ratte und Mensch nicht zu. Umgekehrt, kann eine Ratte auch nicht die körperlichen Bedürfnisse des Menschen befriedigen.
werden nicht artgerecht gehalten, in der Natur sind Ratten auch keine Einzelgänger
sterben früher bzw. haben einen längeren Tod! Denn an jedem weiteren Tag ohne Artgenossen stirbt die Ratte ein Stück weit mehr. Das ist ein langer, einsamer und qualvoller Tod- ein Tod, der lange auf sich warten lässt.
haben einen Besitzer, der sich nicht um das Wohl seines Tieres kümmert, der sich schön redet, dass es der Ratte gut geht! Körperlich mag dies ja der Fall sein, aber seelisch bestimmt nicht! Ratten leiden stumm, sie können nicht schreien: "Hilfe, mir ist langweilig, ich bin unglücklich. Ich brauche einen Partner." suchen verzweifelt Kontakt zum Menschen, der aber leider nur wenige Stunden oder Minuten am Tag Zeit für die arme Ratte hat.
sind den Großteil ihres Lebens einsam! Auch wenn der Rattenhalter davon überzeugt ist, dass er sich mehrere Stunden am Tag mit seiner Ratte beschäftigt:
Ratten wollen 24 Stunden lang jemanden zum Kuscheln, Putzen und Spielen und jemanden, der ihre Sprache spricht!
Leben oft in zu kleinen Käfigen und werden falsch ernährt (vgl. Bumblechen), weil der Rattenhalter sich von vornerein nicht über die artgerechte Haltung von Ratten informiert hat, sonst wüsste er ja auch, dass Ratten nicht als Einzeltiere gehalten werden dürfen.






Menschen die Ratten einzeln halten:

sind selbstsüchtige Egoisten, weil ihnen der eigene Wille wichtiger ist, als das Wohlbefinden des Tieres!
schrecken auch oft nicht davor zurück, die unlieb gewordene Ratte einfach auszusetzen.
Diese wiederum...
machen sich mit dem Aussetzen des Tieres bewusst strafbar! D. h. sie sind Kriminelle (die, die Tiere aussetzen)! Und jedem, der behauptet, er hätte nicht gewusst, dass es strafbar ist, Tiere auszusetzen, sei gesagt: Dummheit schützt vor Strafe nicht! Der Beweis dafür, dass sie die Tiere bzw. das Tier nicht ins Tierheim bringen, zeugt auch noch davon, dass es ganz feige Würmer sind, die sich nicht trauen Schwächen oder Fehler einzugestehen!
sind Tierqäuler, die so ein Tier aus Prestigegründen halten, aber nicht, um so einem Tier einen Gefallen zu tun.
suchen den bequemen Weg: Hauptsache die Rattenhaltung ist nicht mit so viel Arbeit und Stress verbunden!
würden ihre Ratte niemals abschlecken, um Fellpflege für sie zu betreiben! Das brauchen Ratten aber und daher brauchen sie Artgenossen! Und die behaupten, dass sie ihrer Ratte alles geben können?
benutzen fadenscheinige Ausreden, mit denen eine Einzelhaltung begründet werden soll, die jedoch alle widerlegbar sind. Es gibt keinen vernünftigen Grund dafür! Alle dieser "unwiderlegbaren Gründe" fußen ausschließlich auf egoistisch und selbstsüchtigen Motiven.
sind entweder sehr jung und wissen's eben nicht besser. Jedoch liegt die Endverantwortung bei der Tierhaltung bei den Eltern. M. E. sollten Kinder und Jugendliche ohnehin keine Ratten halten dürfen, es sei denn es steht ein verantwortungsvoller Erwachsener dahinter, der dafür sorgt, dass die Tiere artgerecht gehalten werden. Auch Jugendliche kennen sich mittlerweile blendend im Internet aus und können sich ohne Weiteres richtig informieren! Leider sind sie sehr sprunghaft in ihren Interessen, heute sind ihnen Ratten wichtig, am nächsten Tag Frettchen und übermorgen dann doch lieber Tokio Hotel.
Bezeichnen sich Leute, die sich eine einzige Ratte holen wirklich als Tierfreunde? Oder ist es einfach nur so, dass sie die Ratte als Prestigeobjekt sehen, als Ware, als Besitz? Ich glaube Letzteres trifft zu! Nur ein wirklicher Tierfreund, hält mindestens zwei oder besser sogar drei Ratten!
Reden sich ein, dass es ihrer Ratte ja gut geht, schließlich sucht sie ständig die Nähe des Menschen. Leider wird das Verhalten hier fehlinterpretiert. Wenn die Ratte aber die Wahl hat zwischen dem Menschen und einem Artgenossen, wird sie IMMER ihre Artgenossen bevorzugen!





Meine verstörten Ratten aus Einzelhaltung, die bei mir viele neue Spielkameraden fanden:
(die genauen Infos über die jeweiligen Ratten könnt ihr in ihren Steckbriefen nachlesen)

Als Bumblechen zu mir kam sah sie aus wie ein Häufchen Elend. Sie kam aus sehr schlechter Haltung und stank bis zum Himmel. Sie lebte ca. 1,5 Jahre in einem Hamsterkäfig und wurde mit Essensresten vom Tisch gefüttert. Aufgrund der fehlenden Bewegung und Nahrungsmangelerscheinungen hatte Bumblechen schlimme Bumblefüße, die bis zu ihrem Tod nicht heilten. Interessanterweise machte Bumblechen bei der Integration überhaupt keine Schwierigkeiten. Sie sah ihre neuen Freundinnen, war kurz etwas verwirrt, und igelte nur kurz, aber schon am ersten Abend suchte sie die Nähe zu den Ratten. Manchmal wurde es Bumblechen doch etwas zu viel, ständig junge Rattenweiber um sich herum zu haben, die sie ständig zum Spielen aufforderten. Da Bumblechen ja ihr Leben lang ein Einzelratz war, suchte sie öfter mal die Einsamkeit, um für ein paar Stunden ihre Ruhe zu haben. Trotzdem ging sie immer wieder zu ihren Artgenossen zurück, um sich ihre Kuscheleinheiten zu holen. Bei mir legte sie ordentlich zu und war die letzten Monate ihres Lebens eine glückliche Ratte.
Mein lieber Jerry zog mit geschätzten 4 Monaten bei mir zu Hause ein. Der arme Kerl wurde von irgend einem asozialen *grmpfh* in einem Hamsterkäfig im Schrebergarten ausgesetzt. Ein freundlicher Finder brachte ihn zur Notfallvermittlung, die sorgten dann dafür, dass er kastriert wurde. Jerry war total unglücklich und letargisch als er zu mir kam, ich dachte er würde sterben. Als ich ihn endlich zu meinen Weibern setzen konnte, taute er im Nullkommanichts auf und die Integration dauerte ganze 2 Sekunden! Ab diesem Zeitpunkt war mein Jerry ein lieber Schmuser, der mit keinem Stress haben wollte und einfach nur glücklich war, dass er unter Artgenossen leben durfte. Auch die Ratten, die nach Jerry bei mir einzogen, hat er immer freundlich empfangen. Jerry war im wahrsten Sinne des Wortes richtig dankbar, dass er bei mir mit vielen Artgenossen leben durfte. Ich bin mir sicher, dass Jerry an Einsamkeit gestorben wäre, hätte ich noch einige Tage länger mit der Integration gewartet.

Crash , in der Mitte, war sein Leben lang ein Einzelratz und kam mit geschätzten 1,5 Jahren (eher noch älter) zu mir nach Hause. Am ersten und am zweiten Tag war er noch sehr schüchtern, aber bereits am dritten Tag suchte er den Kontakt zu den anderen Ratten und nistete sich sehr bald von alleine im Unidom bei den anderen ein. Crash hatte einen schönen großen Chinchillakäfig für sich, ging aber trotzdem freiwillig zu den anderen Ratten! Das beweist doch, dass Ratten die Nähe von Artgenossen suchen! Blindi, mit der Crash einige Wochen zuvor im Tierheim vergesellschaftet wurde (sie war seine erste Freundin), folgte ihm zwei, drei Tage später, hielt sich zunächst alleine im Eigenbau auf, und dann sah ich sie plötzlich mit Zuma kuschelnd im Körbchen. Blindi wurde damals ausgesetzt. Nur mich mochte Blindi überhaupt nicht und biss mit Vorliebe zu. Wer weiß, welche schlimmen Erfahrungen sie mit Menschen machen musste, dass sie selbst mir gegenüber so aggressiv war. Ich versuche ihre "Macke" einfach zu übersehen und freue mich, dass Blindi viele neue Freunde hatte und offensichtlich sehr glücklich war. Diese Verhaltensstörung kam schließlich nicht von irgendwo her. Mein lieber Crash starb leider nach nur zwei Monaten, ich fand ihn tot im Käfig. Aber die Bilder beweisen, dass Crash die letzten zwei Monate seines Lebens endlich glücklich sein durfte!

Links gegen Einzelhaltung von Rudel- und Schwarmtieren
Viele andere Tiere werden ebenso nicht einzeln gehalten, dazu gehören Vögel, Meerschweinchen, Chinchillas, (Katzen, Hunde), Kaninchen, Degus, Mäuse, Frettchen, usw.


www.nie-allein.de
diebrain.de/ra-keineeinzelhaltung.html